04.06.2012

Produkte jetzt auch im Körper

Foto 2012

Breites Fachwissen: Oberbürgermeisterin Edith Schreiner zu Besuch beim Präzisionstechniker Kratzer

Ein jüngst fertiggestellter Neubau, ein frisch eingerichteter Reinraum für einen neuen Auftrag und die Aussicht auf weitere Ausbildungsplätze: Bei ihrem Besuch bei der Firma Kratzer hat Oberbürgermeisterin Edith Schreiner viele positive Neuigkeiten erfahren. Zum 50. Unternehmensgeburtstag blicken die beiden Geschäftsführer Florian Kratzer und Eckhard Bohn beim Besuch von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner positiv in die Zukunft. Bohn: "Mit dem für 2012 angestrebten Umsatz von 44 Millionen Euro setzten wir das Wachstum der vergangenen zwei Jahre kontinuierlich fort."

Die Automobilindustrie macht heute nur noch 18% des Umsatzes aus., den größten Anteil haben mit 30% die Analyse- und Medizintechnik. Kratzer-Teile finden sich unter anderem in Analysegeräten für Dopingkontrollproben. "Inzwischen befinden sich unsere Produkte auch im menschlichen Körper: als Titanschraube für Zahnimplantate", zählt Bohn weiter auf.

"Von dem Wissen, das wir in vielen Jahren im Automobilbereich erworben haben, profitieren wir enorm", erläutert Kratzer. So sind es nach seiner Ansicht auch die Kenntnisse der 265 Mitarbeiter, die den Erfolg des Unternehmens ausmachen. " Wir haben keine eigene Entwicklungsabteilung und nur vier Ingenieure. Verbesserungsvorschläge und Lösungen entwickeln unsere Meister ganz praktisch an ihren Maschinen." Dieses Können, das oft in keinem Lehrbuch steht, geben sie dann an die derzeit 26 Auszubildenden weiter. "Gerne würden wir unsere Ausbildungsquote noch steigern, um dem im Metallbereich schon jetzt vorherrschenden Fachkräftemangel zu begegnen", sagt Bohn. Auf ihrem Rundgang durch den Betrieb stellten die beiden Geschäftsführer OB Schreiner auch den neuen, 2500 Quadratmeter großen Anbau am Standort Im Drachenacker vor - Bauabschnitt Nummer vier auf dieser Fläche. Dort hat Kratzer einen Reinraum für einen neuen Großauftrag eingerichtet.

Bereits in den kommenden Monaten soll die Produktion starten. "Ich hoffe, daß Sie in dieser neuen Halle ebenso erfolgreich arbeiten, wie in den übrigen Räumen", wünschte das Stadtoberhaupt Kratzer und Bohn.

Auch für die bald auf dem Markt erscheinende, vom Unternehmen selbst entwickelte Anästhesiespritze für die Zahnmedizin drückt Schreiner der Firma die Daumen. Einschränkend fügte die Oberbürgermeisterin jedoch hinzu: "Ausprobieren möchte ich sie aber dennoch nicht!"