18.08.2015

Blickfang mit Symbolcharakter

Blickfang

Mittelbadische Presse, Samstag, 15.08.2015

 

Blickfang mit Symbolcharakter

Neuer Brunnen des Marienhauses feierlich eingeweiht / vom verstorbenen Unternehmer Hartmut Kratzer gestiftet

                  

Das Brunnenkunstwerk „Band des Lebens“ im Innenhof des Marienhauses wurde am Donnerstagabend feierlich eingeweiht. Der Oberkircher Künstler Michael Huber gestaltete das von dem verstorbenen Unternehmer Hartmut Kratzer finanzierte Kunstwerk. Der Brunnen ist als Treffpunkt der Bewohner, aber auch als Ruhepunkt gedacht.

 

Das Marienhaus der Vinzentiushaus Offenburg GmbH kann mit einem ganz besonderen Kunstwerk aufwarten. Die Idee dazu und auch die erforderlichen finanziellen Mittel des durch den Oberkircher Künstler Michael Huber geschaffenen Kunstwerks mit hohem Symbolcharakter kamen von dem verstorbenen Gesellschafter der Kratzer GmbH & Co. KG, Hartmut Kratzer.
Als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Vinzentiushaus Offenburg GmbH wollte Kratzer hier einen ganz besonderen Brunnen realisieren, der nicht nur als Treffpunkt der Heimbewohner sowie der Mitarbeiter des Marienhauses dienen soll, sondern auch als Ort der Ruhe und der Besinnung.

 

„Ich hatte von Hartmut Kratzer den Auftrag bekommen, einen Brunnen zu schaffen, der die Grundsätze des Hauses wiedergibt. So ist der Brunnen unter dem Thema „Band des Lebens“ entstanden“, erklärte Michael Huber. „Alles Leben kommt aus dem Wasser. Nicht nur die Taufe hat mit Wasser zu tun, sondern der Mensch besteht zu 78 Prozent aus Wasser“, so Michael Huber weiter. Wasser spende Energie, erfrische bei starker Hitze und ohne Wasser sei Leben gar nicht erst denkbar. Der Brunnen solle dies repräsentieren, alles was aus dem Granit entsteige, komme nach den verschiedenen Wendungen oder Verschlingungen des Lebens auch wieder an den Ursprung zurück. „Nichts geht dabei verloren, auch dies zeigt dieser Brunnen“, so Huber weiter.

 

Gespeist wird der neue Brunnen mittels des in einer Zisterne gesammelten Wassers von den Dächern der Marienhaus-Baulichkeiten. „Ich bin tief beeindruckt, was hier entstanden ist“, freut sich die Witwe des Spenders, Monica Kratzer. Leider konnte ihr verstorbener Ehemann den fertigen Brunnen nicht mehr erleben. „Ihm hätte es aber sehr gefallen“.

 

Der neu geschaffene Treffpunkt wurde von Bewohnern und Mitarbeitern bereits angenommen. Bei der Hitze haben schon manche Bewohner ihre Füße abgekühlt.