01.05.2007

Komplexe Teile in Serienproduktion

Die Kratzer GmbH & Co. KG investierte in den vorigen drei Jahren mehr als zwölf Millionen Euro in den Standort Offenburg. Ein klares Bekenntnis, das 2007 untermauert wird – mit weiteren Investitionen von 4,5 Millionen Euro für den modernen Maschinenpark und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch modernste umweltfreundliche Klimatisierungstechniken.

Beides soll die Produktivität weiter steigern, schließlich hat Kratzer einen Spagat zu meistern: Materialpreise gerade für Edelstahl steigen, während die Produkte günstiger werden müssen. „Allein im ersten Quartal wurden bereits 1,8 Millionen Euro der Neuinvestitionen realisiert“, erklärte Geschäftsführer Florian Kratzer auf der Hannover-Messe, wo das Offenburger Unternehmen mit derzeit 275 Mitarbeitern Stammgast ist. “Für uns die wichtigste Messe“, so der 29-Jahrige, der die dritte Generation des gewachsenen Familienunternehmens verkörpert, „pro Messe haben wir einen Neukunden gewonnen“.

Von Offenburg aus beliefert Kratzer, eine der führenden Adressen für modernste CNC - Zerspanungstechnologien und komplexe mechanische Baugruppen, internationale Unternehmen aus der Analyse- und Medizintechnik, dem Maschinenbau, der Automobilindustrie sowie der Luftfahrttechnik. Die Stärke von Kratzer liegt in der Fertigung von genauen Toleranzen, hohen Fertigungstiefen und komplexen Teilestrukturen unter Serienbedingungen. „Dabei ist Kratzer einer der wenigen Zulieferer, die sowohl Kleinserien mit 100 Stück pro Jahr als auch Großserien mit mehreren Millionen Stück pro Jahr abbilden können“, betont Verkaufsleiter Bernhard Kimmig.

Auszeichnung:  Dass die Kunden mit Kratzer zufrieden sind, dokumentiert auch die Auszeichnung durch einen der großen internationalen Kunden, John Deere, mit dem „Supplier Award 2006“.  Dieser weltweit begehrte Lieferanten-Preis ging damit zum zweiten Mal an die Firma Kratzer.

Zum Erfolg trägt das vor Jahren entwickelte Gewinnbeteiligungsmodell bei. Jeder Mitarbeiter partizipiert damit über eine quartalsweise ausbezahlte Prämie am Erfolg und „spürt damit sehr zeitnah, ob die Geschäfte gut oder einmal nicht so gut laufen“, wie Florian Kratzer sagt.

Im Vorjahr bilanzierte das Unternehmen einen Umsatz von rund 42 Millionen Euro. Bei stabiler Konjunkturlage werde der Zuwachs, so Florian Kratzer, in diesem Jahr bei rund acht Prozent liegen. Mehr als zehn Prozent des jeweiligen Umsatzes sollen jährlich in neueste Technologien investiert werden.

Zudem werde der Ausbildungsbereich aufgestockt, kündigte Florian Kratzer an, damit der Bedarf an Facharbeitern, wie Industrie- und Zerspanungsmechanikern und Mechatronikern gedeckt werden könne.